Begegnung an den Felsen von Saint Guénolé

Es ist schon verrückt… seit Monaten bin ich nicht mehr dazu gekommen, einen neuen Artikel für meinen Bretagneblog zu schreiben.

Nicht, dass mir nichts einfallen würde, etliche sind schon fertig und es fehlen nur noch die Bilder, Ideen habe ich auch genügend – nein, es ist schlicht und einfach wie so oft im Leben: Mir fehlt die Zeit dazu.

Und manchmal habe ich ehrlich gesagt auch einfach keine Lust, immer noch oder schon wieder am Rechner zu sitzen.

Ihr wisst ja, der heutige Fotograf verbringt mehr Zeit mit Organisation, Angeboten schreiben und vor allem am Computer, als mit seiner Kamera.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass da einfach, was schief läuft…

 

Saint Guénolé bei Sonnenaufgang - Urlaub Bretagne - Gudrun Itt

Saint Guénolé mit Blick auf La Torche bei Sonnenaufgang

 

Ach ja, ich weiß sogar genau den Zeitpunkt meines letzten Blogartikels über die Bretagne – es war ein Adventsgruß. Oh je, ist das peinlich. Und das wäre wohl noch eine ganze Weile so weiter gegangen, hätte ich nicht vor einigen Wochen eine wunderbare Begegnung gehabt, die mir jetzt gar nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist.

 

Pointe de la Torche - Fotografie Gudrun Itt

Pointe de la Torche – Fotografie Gudrun Itt

 

 

Pors Carn, La Torche im Morgengrauen - Landschaftsfotografie in der Bretagne von Gudrun Itt

Pointe de la Torche im Morgengrauen

 

 

Ich war ja den ganzen Juni über im Finistère  – bei strahlendem Sonnenschein, also so ganz untypischem bretonischem Wetter – und es war einfach herrlich.

Zu viele Fotos habe ich leider nicht mitgebracht, da ich etliche Aufträge aus der Pfalz mit in die Bretagne genommen habe, aber eines habe ich festgestellt – es ist einfach wunderbar, in den kleinen Arbeitspausen, dann und wann und immer wieder eine Runde am Meer zu drehen. Vor allem aber fehlten mir ein wenig die Wolken am Himmel, die diese einzigartige Stimmung machen. Die bretonischen Schäfchenwolken eben…

 

In der letzten Woche war ich wie immer mit meinen beiden Hundemädels frühmorgens unterwegs und plötzlich kam mir eine Dame mit zwei Hunden entgegen, die ich bisher nie vorher gesehen hatte,  und lief zielgerichtet auf mich zu.

Auf mein freundliches Bonjour folgte ein Guten Morgen und ganz ehrlich mir verschlug es erstmal die Sprache.

Woher sollte sie denn wissen, dass ich Deutsche bin – alles sehr, sehr seltsam.

Nun, das Ganze klärte sich schon im zweiten Satz auf: Meine beiden Settermädels hatten mich „enttarnt“.

Verantwortlich dafür ist genau dieses Foto:

 

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Cleo & Darleen

 

 

Ich kenne die Hunde, erklärte sie mir und ich begann verzweifelt darüber nachzudenken, ob wir uns schon jemals vorher begegnet waren. Wie peinlich, dachte ich mir… – und blieb lieber weiter stumm.

An alles habe ich gedacht, nur an eines nicht: Dass mein Bretagneblog auch Abonnenten hat. Das weiß ich schon, aber, dass mir eine dieser Abonnentinnen in der Bretagne im Finistère in Saint Guénolé an meinen geliebten Felsen frühmorgens begegnet – nein, auf diese Idee wäre ich nie gekommen.

So klein ist eben die Welt!

 

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An den Rochers de Saint Guénolé in der Mittagssonne – Fotografie Gudrun Itt

 

Blick auf La Torche bei sommerlichen Temperaturen und wolkenfreien Himmel

Blick auf La Torche bei sommerlichen Temperaturen und wolkenfreien Himmel

 

Es entspann sich ein sehr nettes Gespräch und wir stellten fest, wie sehr wir beide diesen wunderschöne Flecken Erde am Ende der Welt lieben.

Nun, und dann kam das Gespräch auch auf den Adventgruß – und dass ich seither nichts mehr geschrieben habe.

Jetzt habe ich täglich daran gedacht, wie sehr das stimmt und von Tag zu Tag wurde das schlechte Gewissen stärker.

Manchmal braucht man eben einfach einen Anstoß von außen und bei mir war dies, durch diese bereichernde Begegnung. Und weil so etwas nicht alle Tage vorkommt, habe ich mir gedacht, heute gibt es mal keine historischen, geographischen oder landestypischen Informationen, sondern einfach die kleine Geschichte einer sympathischen Begegnung.

 

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Die Felsen am Abend kurz vor Sonnenuntergang

 

Ja, so spielt das Leben, und deshalb widme ich diesen Blogartikel jetzt Susanne – und einige Fotos habe ich, so hoffe ich, nach ihren Lieblingsmotiven ausgewählt.

Tausend Dank, dass Du mich aus meinen Dornröschenschlaf geschüttelt hast!

Und euch allen verspreche ich, in Zukunft wieder fleißiger zu sein. Ehrenwort!

Liebe Grüße an euch alle im Moment aus der viel zu heißen Pfalz und à bientôt

Eure Gudrun

 

P.S.: Wundert euch nicht, ich bin jetzt gleichzeitig dabei meinen Webauftritt etwas aufzufrischen und mit ein paar neuen aktuellen Fotos zu füllen – und teilweise sitzt noch nicht alles ganz gerade. Es wird sich aber lohnen, wieder vorbei zu schauen.

 

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