… oder es muss nicht immer Sonne sein.

Wer eine Reise in die Bretagne plant, erlebt neben dem ungemein abwechslungsreichen Landschaftsbild auch einen ständigen Wetterwechsel. Die Bretagne ist wohl eher nicht für Liebhaber warmer Regionen geeignet, für die, die einen reinen Strand- und Sonnenbadenurlaub planen, sondern eher für jene, die diese einzigartige Mischung aus Wind, Wellen, Sand und Salz vorziehen. Ja, ich finde, das Land und das Wetter passen sogar ungemein gut zusammen, sie ergänzen sich…

 

Wetter in der Bretagne I Fotografie: Gudrun Itt

Fast wie in der Karibik – Pors Carn im März 2013 I Fotografie: Gudrun Itt – Bretagne Wetter

 

Ich selbst liebe die Zeit im Frühling – mild und verheißungsvoll – und jene im Herbst, der oft rau und sehr windig ist. Hinzu kommt, dass es zu diesen Zeiten ungleich ruhiger ist als in der Hauptsaison im Juli und August in den französischen Ferien.

Letztendlich kann man einen ebenso sonnigen und warmen April erwischen – wogegen der August sich verregnet und kühl zeigen kann. Niederschläge können einen also immer treffen, egal zu welcher Jahreszeit, aber ich finde, das gehört einfach zur Bretagne dazu. Und ebenso, wie ein Regenguss gekommen ist, so ist er oftmals auch wieder verschwunden, schließlich wird gesagt, dass es in der Bretagne mehrmals täglich schönes Wetter gibt, wofür auch der stete Wind verantwortlich ist, der die Wolken ebenso schnell wegbläst, wie er neue wiederbringt.

 

Wetter in der Bretagne - Ein Reisebericht I Fotografie: Gudrun Itt

Das Wetter in der Bretagne: hier Sturm an der Küste I Fotografie: Gudrun Itt

 

Ich reise immer mit Regenjacke und Gummistiefel und allem, was sonst noch dazugehört. Es gab jedoch auch schon Jahre, da hätte ich das alles auch daheim lassen können, aber wie gesagt: Man weiss ja nie. Der Regenschirm kann übrigens zuhause bleiben – er würde ohnehin davonfliegen…

Also, wie gesagt, so schnell, wie der Regen kommt, ist er meist wieder weg und so ist die Wettervorhersage gerade an der Küste meist nicht allzu zuverlässig. Es sei denn man fragt die Bretonen selbst. Es ist immer ein wenig so, wie wir in Deutschland den April kennen. Kein Wunder auch, denn in der Regel muss man damit rechnen, dass es nur selten windstill ist. Wind und Meer gehören untrennbar zusammen.

Ach ja, wer einen reinen Badeurlaub in der Bretagne machen will, der sollte sich auf kühlere Wassertemperaturen einstellen. Wobei die nächste Aufnahme vom Oktober 2012 stammt – man mag es kaum glauben…

 

Fotoshooting am Strand von Pors Carn bei Sonnenschein in der Bretagne I Fotografie: Gudrun Itt

Fotoshooting am Strand von Pors Carn bei Sonnenschein in der Bretagne I Fotografie: Gudrun Itt

 

Aber wer reist letztendlich schon in die Bretagne, um in der Sonne zu liegen und zu faulenzen – dafür gibt es viel zu viel zu entdecken…

Selbst in warmen und sonnigen Sommern steigt die Wassertemperatur nur selten über 18° C. Dagegen fällt die Wassertemperatur im Winter aufgrund des Golfstroms dann kaum unter 10°C. Gerade die Küste bleibt somit von Frost verschont und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich zahlreiche Pflanzen dort angesiedelt haben, die bei uns nur mit Überwinterung im Keller oder der Garage gedeihen würden.

Ich habe im März an der Küste schon blühende Calla fotografiert, überall blühen die Kamelien und die Hortensienblüte im Herbst ist eine unvergleichbare Pracht, die ich so noch nie woanders gesehen habe.

 

Hortensienblüte am Atlantik in der Bretagne I Fotografie: Gudrun Itt

Hortensienblüte am Atlantik in der Bretagne I Fotografie: Gudrun Itt

 

So, wie die Landschaft von Wind und Wetter geprägt ist, so sind es auch die Menschen, die dort leben. Sturm und Wind sind letztendlich ihre täglichen Begleiter. Wenn man einen Urlaub bucht und ein Haus unmittelbar am Meer bewohnen möchte, sollte man immer bedenken, dass dort jeder Fensterladen klappert. Der Klang des Windes ist ein ständiger Begleiter – sei es auf Spaziergängen an der Küste oder Nacht im Haus.

Ich muss gestehen, ich liebe diese Geräusche, die spätestens bei Flut darüber hinaus noch untermalt werden von dem Klatschen der Wellen an die Küste. Manch einer mag das vielleicht als störendend Geräuschpegel empfinden, ich selbst kann darin versinken.

Ebenso fasziniert mich das Licht, das genauso wie das Bretagne Wetter innerhalb kürzester Zeit wechseln kann.

Wenn nicht der Wind die letzten trüben Gedanken weggeblasen hat, dann verschwinden sie spätestens mit diesem magischen und einzigartigen Licht. Ein Tag hat tausend Stimmungen, jeder Küsgtenabschnitt seine eigene Stimmung und manchmal habe ich gerade mein Motiv gefunden und muss es gleich wieder verwerfen, da sich der Lichteffekt plötzlich verändert hat.

 

Ruhe vor dem Sturm - ein typisches Bretagne Wetter I Fotografie: Gudrun Itt

Ruhe vor dem Sturm mit einzigartigem Licht – ein typisches Wetter in der Bretagne I Fotografie: Gudrun Itt

 

Besonders angetan hat mir der „bretonische Schäfchenwolkenhimmel“ – jene schneeweißen Wolken, die aussehen als seien sie aus Watte und die Formen bilden, denen man phantasievolle Namen geben könnten, wirken wie gemalt.

 

Felsen im Finistère In der Abendsonne an der Atlantikküste in der Bretagne Wetter I Fotografie: Gudrun Itt

Felsen im Finistère In der Abendsonne an der Atlantikküste in der Bretagne I Fotografie: Gudrun Itt

 

Und aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass etliche Maler in der Bretagne ihre Heimat gefunden haben – Fotografen natürlich auch… – aber das wisst ihr ja!

À bientôt

Gudrun

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Leidenschaftliche Fotografin aus Deutschland mit einer großen Liebe zur Bretagne und ihrer wunderbaren Landschaft, was dazu führt, dass sie mehrmals im Jahr untertaucht und an das Ende der Welt, sprich Finistère reist.

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Hochzeitsfotografie I Werbefotografie: Gudrun Itt ©

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Gudrun Itt - Fotografin in der Bretagne
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„On ne naît pas Breton. On le devient, à l’écoute du vent, du chant des branches, du chant des hommes et de la mer.“ Xavier GRALL

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