Jetzt fragt ihr euch bestimmt, warum mir heute ausgerechnet der Hafen von Saint Guénolé einfällt. Das ist ganz einfach zu erklären – denn dort ist in der letzten Woche ein Schiff auf die vor dem Hafen liegenden Felsen aufgelaufen. Welch eine Tragödie!

 

Hafeneinfahrt von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Hafeneinfahrt von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Möwengeschrei, Fischfabriken und einige Hafenbars – das ist der Hafen von Saint Guénolé im Pays Bigouden – dem Land der Bigouden. Er ist einer der größten bretonischen Sardinenhäfen und von einer authentischen Atmosphäre geprägt, an sonnigen Tagen bunt und idyllisch. Berühmt ist er letztendlich auch der Felsen wegen, die ihn zu einer der gefährlichsten Hafeneinfahrten Europas machen. Nirgendwo sonst in der Bretagne treffen die Wellen mit einer solchen Gewalt auf das Land wie hier. Und die zerklüftete, raue Küste am Ende der Welt im Finistère oder Penn ar Bed, wie die Bretonen sagen, ist tückisch.

 

Hafeneinfahrt von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Hafeneinfahrt von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Hafeneinfahrt von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Die Hafeneinfahrt von Saint Guénolé – wenige Sekunden später I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Nicht umsonst nennt man den Hafen von Saint Guénolé le port du défi, den Hafen der Herausforderung.

Und Herausforderungen gab es in den letzten Wochen sehr viele. Der Sturm, der  kurz vor Weihnachten begonnen hat und die bretonische Küste heimgesucht hat, ist bis heute immer wieder zurückgekehrt und hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Saint Guénolé war noch nie so oft in den Medien zu finden, wie im Moment. Zahlreiche Videos zeigen das Wüten des Meeres und die daraus resultierenden Schäden für Mensch und Landschaft.

Ich gehe regelmäßig an den Hafen, um dort zu fotografieren. Dem einen oder anderen mag das langweilig erscheinen, aber das stimmt nicht. Das Treiben am Hafen ist immer wieder aufs Neue faszinierend und auch das kleinste Detail wert, beachtet zu werden.

 

Fischernetze am Hafen von Saint Guénolé Bretagne I Fotografie Gudrun Itt ©

Fischernetze am Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Schiff am Hafen von Saint Guénolé - Bretagne I Fotografie Gudrun Itt ©

Schiff am Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Am Hafen von Saint Guénolé - Finistère I Fotografie Gudrun Itt ©

Am Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Möwen am Hafen von Saint Guénolé im Finistère I Fotografie Gudrun Itt ©

Möwen am Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Möwe in Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Möwe in Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

 

Als Fotografen geht es einem da nicht viel anders als den Fischer auf hoher See – es ist alles immer wieder anders und immer wieder eine neue Herausforderung – allerdings wenn man sich an gewisse Spielregeln hält weniger gefährlich…

 

Wobei man an ruhigen Tagen mit glattem Meer, wenn die Boote mit den blauen Netzen um die Wette leuchten, eigentlich so gar nicht daran glauben mag, dass ein Einlaufen und Auslaufen mit dem Schiff aus dem Hafen von Saint Guénolé tatsächlich so gefährlich sein kann, aber der Schein trügt.

Ich habe an einem sehr welligen Tag fotografiert auf jenem, weit ins Meer hinausgebautem Steg, auf dem die Frauen immer stehen, um auf ihre vom Fischfang heimkehrende Männer zu warten. Es ist faszinierend – sie erkennen die Boote ihrer Männer schon von Weitem, da reicht mir nicht mal mein Teleobjektiv, ich glaube das ist ein inneres Gefühl…

 

Fischer im Hafen von Saint Guénolé I Fotografie: Gudrun Itt ©

Fischer im Hafen von Saint Guénolé I Fotografie: Gudrun Itt ©

 

Hafeneinfahrt von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Fotografie Gudrun Itt ©

 

Fischer in Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Fischer in Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Fischer bei der Einfahrt in den Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Fischer bei der Einfahrt in den Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Cyrus in der Hafeneinfahrt von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Cyrus in der Hafeneinfahrt von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Fischer bei der Einfahrt in den Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Fischer bei der Einfahrt in den Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Und als letztes einmal mehr einige Wilde Wellen

 

Wilde Wellen in der Bretagne I Fotografie Gudrun Itt ©

Wilde Wellen in der Bretagne I Fotografie Gudrun Itt ©

 

Es gibt ein wunderschönes Lied von Gilbert Bécaud – Les marins und ich finde das passt heute hier ganz gut

Hier der Text

Tu regardais partir ton père
Caché derrière la f’nêtre
T’en étais fou, t’en étais fier
Tu l’disais dans des lettres

Ou tu l’appelais : mon p’tit papa
Maître de l’océan
T’aurais pas osé lui dire ça
Du haut de tes dix ans

Toujours ce vieux bonnet de laine
Pour l’accompagner sur le quai
Tu saluais les bigoudens
Toujours d’un geste, toujours muet

Tu sais bien comment sont les gens
Ils parlent peu et vite
Ici la parole est d’argent
Le silence en granit

On dit qu’les mots ça sert à rien
Chez vous les marins
On dit qu’les mots ça sert à rien
Chez vous les marins.
Que ce soit sur le „Pen Duick“
Sur la rose des vents
Quand la mer te rappelle
Tu redeviens son enfant
On dit qu’les mots ça sert à rien
Chez vous les marins
On dit qu’les mots ça sert à rien
Chez vous les marins

Ça souffle fort, ça souffle gris
Demande au vieux gardien de phare
Un port c’est toujours sous la pluie
Un port c’est toujours au revoir

Ici Dieu sait que tout le monde croit
Mais la prière, que j’te dise
C’est tout juste un signe de croix
Le dimanche à l’église

On dit qu’les mots ça sert à rien
Chez vous les marins
On dit qu’les mots ça sert à rien
Chez vous les marins.

Les bateaux quand ils s’en reviennent
Ça fait chanter toute la nuit
Ça fait s’allumer les tavernes
Ça fait couler la bière aussi

Le p’tit garçon sur son rocher
Les yeux braqués là-bas
Il sait bien que son chalutier, lui
Ne reviendra pas

On dit qu’les mots ça sert à rien
Chez vous les marins
On dit qu’les mots ça sert à rien
Chez vous les marins.

Und für alle, die sich das Original anhören wollen, hier die Version auf youtube

 

Hier noch zwei Aufnahmen aus ruhigeren Tagen:

 

Schiffe im Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Schiffe im Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

Saint Guénolé - Ein Hafen in der Bretagne I Fotografie Gudrun Itt ©

Blick auf Phare d’Eckmühl im Hafen von Saint Guénolé I Fotografie Gudrun Itt ©

 

À bientôt

Gudrun

 

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„On ne naît pas Breton. On le devient, à l’écoute du vent, du chant des branches, du chant des hommes et de la mer.“ Xavier GRALL

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